PHASE Austria

Hier finden Sie Informationen zu unseren Projekten in entlegenen Gemeinden in Nepal. Wir arbeiten gemeinsam mit unserer Partnerorganisation PHASE Nepal schon seit Jahren in entlegenen Dörfern in Nepal; zwei der Bezirke, in denen wir Projekte betreiben, sind unter den von den Erdbeben des Jahres 2015 am schwersten betroffenen Bezirken Nepals, dort ist nach wie vor Wiederaufbauhilfe dringend notwendig.

PHASE vertritt einen integrierten Entwicklungsansatz, bei dem die Problemfelder Armut, mangelnde Bildung und schlechte Gesundheitsversorgung nicht getrennt betrachtet werden, sondern durch einen kombinierten Ansatz der Teufelskreis von Armut, Benachteiligung, schlechter Bildung und mangelnder Gesundheitsversorgung in den Gemeinden durchbrochen wird und die Menschen dazu befähigt werden, selbst für ihre Interessen einzutreten.

Bitte unterstützen Sie unsere Hilfe für die Betroffenen durch Spenden, Aktivitäten oder Veranstaltungen. Vielen Dank!

Unser Spendenkonto: PHASE Austria, IBAN: AT08 2011 1287 6388 9200, BIC: GIBAATWW

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Vielen Dank!

Projektförderung durch NAK-Humanitas

Mit großer Freude können wir mitteilen, dass wir mit Unerstützung der Stiftung NAK-Humanitas ein Wiederaufbauprojekt in Hagam ermöglichen können. Die Outreach-Klinik in der Gemeinde, die den vom offiziellen Gesundheitsposten weiter entfernten Ortsteil mit ca. 3.000 Einwohner*innen versorgt, wurde im Erdbeben von 2015 völlig zerstört.
Der Behelfsbau ist in mehrfacher Hinsicht ungeeignet und prekär, zudem nicht erdbebensicher und liegt zu allem Überfluss in einer Erdrutschzone.
Weitere Informationen finden sich auf der Projektseite.

Zum zweiten Jahrestag des Erdbebens vom 25. April 2015


Der zweite Jahrestag des Erdbebens in Nepal. Unwillkürlich denkt man zurück an die erste Nachricht, daran, wie langsam klar wurde, wie schwer unsere Projektdörfer getroffen waren, an die Sorge um Freunde und PHASE-Mitarbeiterinnen, an die Erleichterung, als die Entwarnung kam – keine unserer Mitarbeiter_innen war getötet worden –, die hektische Aktivität der folgenden Tage und Wochen, den Schock des zweiten schweren Bebens am 12. Mai … Einen Eindruck bietet unser Erdbebentagebuch über die ersten drei Wochen nach dem Erdbeben. Die Bilanz der Beben ist bekannt: offiziell mehr als 8.790 Tote, etwa 22.500 Verletzte, insgesamt 8 Millionen Betroffene, ungefähr 800.000 zerstörte Häuser, zirka 7.000 Schulen völlig zerstört oder schwer beschädigt, Krankenhäuser, Gesundheitsposten, Kulturstätten, Straßen und Wege in den 14 Krisenbezirken – die Liste lässt sich beinahe unbegrenzt fortsetzen.
Für PHASE Austria war sofort klar, dass wir Gelder für Katastrophenhilfe und Wiederaufbau freigeben, und auch unsere Spendenaufrufe hatten einen für unsere kleine Organisation beachtlichen Erfolg: allein innerhalb der ersten Wochen nach dem ersten Erdbeben gingen zweckgewidmete Spenden in Höhe von 63.000 Euro ein, über das ganze Jahr waren es mehr als 100.000 Euro. Rasch überdeckten jedoch andere Nachrichten die Situation in Nepal; schon die Grenzblockade zu Indien, die im Winter 2015/16 die Arbeit aller Hilfsorganisationen beträchtlich erschwerte, wurde in europäischen Medien so gut wie nicht thematisiert.

Verteilung

Verteilung von Planen im Bezirk Kavre am 30.4.2015


In den letzten beiden Jahren haben wir regelmäßig von den Aktivitäten in Nepal berichtet: zuerst ging es um Katastrophenhilfe: Planen, Decken, Reis, Verbandsmaterial und Medikamente …, im Lauf der Monate dann immer mehr um die Bereitstellung von festeren Unterkünften für Monsun und Winter, und sehr bald auch darum, den Wiederaufbau einzuleiten. PHASE konzentriert sich dabei auf Schulen, Gesundheitsposten, Hygieneprojekte (Toilettenbau) und die Trinkwasserversorgung. In diesem Zusammenhang sind die unschätzbaren Beiträge etwa von Caritas (Österreich und Deutschland) und Diakonie Katastrophenhilfe Deutschland zu nennen, durch deren Unterstützung gerade in der ersten Zeit Vieles möglich war.
Die Erdbeben – im ersten Jahr (!) gab es beinahe tägliche Nachbeben, mehrere hundert über Richter 4.0, also sehr deutlich spürbar – und ihre Folgen prägen nach wie vor das Leben in Nepal, es wird noch Jahre brauchen, bis die Folgen behoben sind. Dennoch oder gerade deshalb blicken wir mit einem gewissen Stolz auf die letzten beiden Jahre zurück: PHASE Nepal ist es durch den enormen Einsatz der Mitarbeiter_innen gelungen, nicht nur in der ersten Zeit in unseren unmittelbaren Projektdörfern Hilfe zu leisten, sondern seine Aktivitäten mit Unterstützung diverser großer NGOs auszuweiten. Die Entwicklung des Personalstandes spricht eine deutliche Sprache: Vor dem Beben waren es ca. 75 Mitarbeiter_innen, heute sind es über 150! Diese Expansion war selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten für die Organisation verbunden, das Management-Team ist kaum gewachsen, obwohl die Zahl der Projekte und der Spenderorganisationen stark gestiegen ist. Durch sanfte Umstrukturierungen, vor allem aber durch den Einsatz aller Beteiligten, konnten diese Schwierigkeiten gemeistert werden.

Ein schwerer Schlag war für PHASE im vergangenen Jahr der Tod von Nisha Tamang, die bei einem Helikopterabsturz im August 2016 ums Leben kam, während sie eine Patientin ins Krankenhaus in Kathmandu begleitete. Nur wenige Wochen später starb eine ehemalige PHASE-Mitarbeiterin in einem Erdrutsch. Diese beiden jungen Frauen setzten sich unter schwierigsten Bedingungen für die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in entlegenen Dörfern in Nepal ein; beide hätten auch einen „bequemeren“ Job machen können.

PHASE Austria konnte zur Unterstützung der Erdbebenopfer nicht nur durch die sofortige Zusage von Mitteln beitragen, wir konnten auch den Wiederaufbau einer Schule in Hile (Rawadolu, Okhaldunga) sowie die Unterstützung einiger Schulen im Bezirk Okhaldunga ermöglichen. Neben dem Wiederaufbau gehen die Kernaktivitäten von PHASE unvermindert weiter: Bereitstellung von guter Gesundheitsversorgung und Bildungschancen sowie Armutsbekämpfung und Unterstützung zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge in entlegenen Dörfern Nepals.

Lehrerfortbildung

Lehrerfortbildung In Bajura


PHASE Austria hat in den vergangenen Jahren in einem der Hauptzielgebiete von PHASE Nepal ganz im Westen – das zwar von den Erdbeben nicht betroffen war, dennoch aber die ärmste und benachteiligtste Region von Nepal ist – Projekte zur Fortbildung von Lehrer_innen in Bajura, zum Schulzugang für benachteiligte Kinder in Humla und ein Mädchen-Empowerment-Projekt ebenfalls in Bajura finanziert (alle mit Unterstützung der Stadt Wien). Im Westen ist jetzt auch die ADA (Österreichische Entwicklungsagentur am Außenministerium) in Zusammenarbeit mit PHASE Nepal aktiv und fördert eine substantielle Intervention im Bezirk Mugu.

Eine vorläufige Bilanz dieser schwierigen und intensiven Jahre ist also vorsichtig positiv. Weitere Unterstützung ist zweifellos notwendig, sowohl für den Wiederaufbau als auch für die Kernprojekte – und dafür bitten wir weiterhin um Ihre Unterstützung!

Alles Gute im Neuen Jahr!

Im Namen des Vorstands von PHASE Austria und aller Mitarbeiter*innen von PHASE Nepal wünschen wir ein gutes, aktives und positives Jahr 2017! Für unsere Arbeit hoffen wir weiterhin auf Ihre/deine Unterstützung, denn nur gemeinsam können wir die Chancen benachteiligter Menschen in entlegenen Dörfern in Nepal verbessern und ihnen durch bessere Gesundheit, Bildung und Einkommensmöglichkeiten die Möglichkeit geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
In diesem Sinne: auf eine gute Zusammenarbeit 2017!

Team Building Bajura

Team-Building-Spiel beim Empowerment für Mädchen in Bajura (Wai)

Dezember-Newsletter

Aufgrund von Zugangsschwierigkeiten erst jetzt die Ankündigung des Dezember-Newsletters – gerade noch rechtzeitig im alten Jahr …

Theateraufführung zugunsten von PHASE Austria

Wir freuen uns ebenfalls sehr, wieder ein Theaterstück ankündigen zu dürfen, bei dem die Hälfte des Gewinns unseren Projekten zugute kommt:

Gegeben wird am 22. Oktober 2016 Fritz Hochwälders „Das Heilige Experiment“ über das Scheitern des Jesuitenstaats in Paraguay.

Samstag, 22. Oktober 2016
18 Uhr
St. Josef am Wolfersberg, 1140 Wien, Anzbachgasse 89
Kartenbestellung:
phaseaustria(at)gmx.at

Einladung zum Nepal-Abend

Wir laden herzlich zu einem Nepal-Abend:

Restaurant Yak & Yeti, Hofmühlgasse 21, 1060 Wien
Sonntag, 2. Oktober 2016, 18 Uhr

Geboten wird Musik und Film, Information und Fotos sowie selbstverständlich köstlicher Dal Bhat – der Erlös kommt den Projekten von PHASE Austria zugute.

Um die Planung zu erleichtern, bitten die Veranstalterinnen um Anmeldung per E-Mail.
Wir danken Gabriele Tautscher und Anneliese Weissenböck für Initiative und Organisation!

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PHASE Austria-Newsletter September 2016

In unserem September-Newsletter berichten wir – neben der schrecklichen Nachricht vom Tod von Nisha Tamang – über unsere Projekte in Rawadolu (Okhaldunga), in Humla (Schulzugang für benachteiligte Kinder) und Bajura (Lehrer*innenfortbildung).
Zudem laden wir herzlich zum Nepal-Abend im Restaurant Yak & Yeti in Wien am 2. Oktober!

Tod einer PHASE-Mitarbeiterin

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Mit tiefer Bestürzung müssen wir bekanntgeben, dass Nisha Tamang am 8. August 2016 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen ist. Sie war Krankenschwester in Sirdibas, Nord-Gorkha, und war mit einer frisch entbunden Mutter und deren 5 Tage altem Kind sowie einigen Verwandten der Patientin auf dem Weg ins Krankenhaus in Kathmandu.
Unser Beileid gilt vor allem ihrer Familie sowie allen PHASE-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Der Nachruf von PHASE Nepal kann auf der PHASE-Nepal Homepage eingesehen werden.
PHASE Nepal hat in Erinnerung an Nisha Tamang den „Nisha Tamang Memorial Fund“ eingerichtet, der dazu dienen soll, junge Nepalis aus ihrer Heimatgemeinde und aus Sirdibas, der Gemeinde, in der sie für PHASE gearbeitet hat, beim Erwerb einer Hochschulbildung unterstützen soll. Nisha konnte nur mit Unterstützung ihrer Eltern ihre College-Ausbildung als Krankenschwester abschließen – ihre Eltern verkauften dafür sogar Land – und hatte ihrem jüngeren Bruder versprochen, ihm mit ihrem Einkommen bei PHASE zu helfen, seine Ausbildung zu finanzieren. So erschien ein Ausbildungsfonds für junge Nepalis, die sich ohne Unterstützung keine höhere Bildung Leisten können, als passendste Art, die Erinnerung an Nisha lebendig zu erhalten.
Spenden für den Nisha Tamang Memorial Fund sammelt PHASE Nepal direkt online.

Newsletter Juni 2016

Der neue Newsletter vom 30. Juni 2016 berichtet von den Entwicklungen bei unseren Projekten in Nepal und von unseren Partnerorganisationen PHASE Nepal und PHASE Worldwide.

Projektbesuch in Manbu, Nord-Gorkha

Morgendlicher Blick von Manbu in das Budi Gandaki-Tal

Morgendlicher Blick von Manbu in das Budi Gandaki-Tal

Das Innere der Outreach Clinic in Manbu

Das Innere der Outreach Clinic in Manbu

In Nord-Gorkha, ganz in der Nähe des Epizentrums des ersten Bebens am 25. April 2015, hatte PHASE Austria von 2012 bis 2014 in sechs VDCs (Village Development Committees) ein Kinderrechte-Projekt, das von der Stadt Wien kofinanziert wurde. PHASE Nepal ist dort weiterhin aktiv, betreibt etwa einen Gesundheitsposten mit zwei Mitarbeiterinnen, führt Lehrer*innenfortbildungen durch, und unterstützt die lokale Bevölkerung in der Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge und bei der Einführung neuer Feldfrüchte. Nach dem Erdbeben wurde Manbu selbstverständlich auch mit Hilfsgütern versorgt. Das VDC Manbu ist eine der vielen nepalesischen Gemeinden in den „Hügeln“, die aus mehreren auf einem Hang verstreuten Dörfern besteht, die sich auf ca. 1000 Höhenmeter verteilen. Von Kathmandu aus braucht man etwa 9 Stunden, um das Straßenende zu erreichen, von dort aus geht es zu Fuß drei bis vier Stunden steil bergauf in das Dorf, in dem die PHASE Outreach Clinic, der Gesundheitsposten liegt. Das Gebäude wurde beim Erdbeben völlig zerstört – eine unserer Mitarbeiterinnen wurde verschüttet, blieb aber zum Glück durch einen Deckenbalken geschützt fast unverletzt. Heute, über ein Jahr nach dem Beben, ist der Gesundheitsposten weiterhin in einem Übergangsgebäude aus Wellblech untergebracht.
Eines der Probleme, die das Erdbeben verursacht hat, ist das Versiegen von Quellen und dadurch der Wasserstellen in den Dörfern. In Manbu hat eine lokale NGO bereits neue Wasserstellen gebaut, viele andere Dörfer kämpfen noch mit dem Problem, und die Menschen müssen Trinkwasser von weit entfernten Quellen holen – die häufig auch verunreinigt sind und dadurch das Krankheitsrisiko erhöhen.
Temporärer-PHASE-Gesundheitsposten-Manbu