PHASE Austria

Hier finden Sie Informationen zu unseren Projekten in entlegenen Gemeinden in Nepal. Wir arbeiten gemeinsam mit unserer Partnerorganisation PHASE Nepal schon seit Jahren in entlegenen Dörfern in Nepal; zwei der Bezirke, in denen wir Projekte betreiben, sind unter den von den Erdbeben des Jahres 2015 am schwersten betroffenen Bezirken Nepals, dort ist nach wie vor Wiederaufbauhilfe dringend notwendig. PHASE vertritt einen integrierten Entwicklungsansatz, bei dem die Problemfelder Armut, mangelnde Bildung und schlechte Gesundheitsversorgung nicht getrennt betrachtet werden, sondern durch einen kombinierten Ansatz der Teufelskreis von Armut, Benachteiligung, schlechter Bildung und mangelnder Gesundheitsversorgung in den Gemeinden durchbrochen wird und die Menschen dazu befähigt werden, selbst für ihre Interessen einzutreten.
Bitte unterstützen Sie unsere Hilfe für die Betroffenen durch Spenden, Aktivitäten oder Veranstaltungen. Vielen Dank! Wollen Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten informiert werden? Abonnieren Sie unseren Newsletter! Sind Sie auf Facebook aktiv? Helfen Sie uns, indem Sie unsere Facebook-Seite teilen! Vielen Dank!
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Preisträgerfilm

Ein wunderbarer kurzer Film präsentiert unser Mutter-Kind-Gesundheitsprojekt in Mugu, das mit dem Else Kröner-Fresenius-Preis für medizinische Entwicklungszusammenarbeit ausgezeichnet wurde. Der Film wurde bei der EKFS-Preisverleihung 2017 gezeigt; er steht auf YouTube zur Verfügung und stellt auch sehr schön den integrierten Ansatz von PHASE dar: Gesundheit, Bildung und Einkommenschancen sollen letztlich zu einem Empowerment der Menschen in den entlegenen Dörfern führen und sie dazu anregen und befähigen, für ihre Rechte einzutreten.
Für die freundliche Erteilung der Nutzungsrechte bedanken wir uns herzlich bei der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und bei Frau Simone Utler!

Lachende Kinder

Copyright EKFS/Simone Utler

Else Kröner-Fresenius-Preis für medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2017

PHASE Austria nahm im November in Berlin für das Integrierte Programm zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von Müttern und Kindern in Mugu, Westnepal den mit 100.000 Euro dotierten Else Kröner-Fresenius-Preis für medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2017 entgegen. Diese Förderung ermöglicht in den kommenden zwei Jahren Unterstützung und Aufbau der Gesundheitsversorgung in entlegenen Dörfern in Westnepal, einer der benachteiligtsten Regionen des Landes.
PHASE Nepal wird in bewährter Form mit zusätzlichem Personal – 4 ANMs (Auxiliary Nurse Midwives), 2 lokalen Mitarbeiterinnen und einer Krankenschwester für die Supervision zwei Gesundheitsposten und die dazugehörigen Outreach-Kliniken unterstützen und Frauen und Kindern in der Region prä- und postnatale Gesundheitsversorgung, Geburtshilfe und allgemeine medizinische Dienste zur Verfügung stellen. Die Gesundheitsposten erhalten substantielle materielle Unterstützung mit zusätzlichen Medikamenten und Verbrauchsmitteln, zusätzlich ist geplant, das Bezirkskrankenhaus mit dringend benötigter Diagnoseausstattung wie Ultraschallgeräten zu unterstützen.
Die Projektbeschreibung bietet weitere Details zum Programm.

Mutter und Kind

Copyright Else Kröner-Fresenius-Stiftung/ Simone Utler

Film über Armut und Armutsbekämpfung in Nepal

Eine große Empfehlung ist dieser Film: Towards Prosperity. Poverty & (In)equality in Nepal über die Hintergründe von Armut in Nepal und ihre Bekämpfung. Er zeigt sehr schön auf, wie sich unterschiedliche regionale, soziale und geografische Herkunft auf Armut und Einkommenschancen auswirken, und nebenbei bietet er wunderbare Impressionen aus Nepal.

Neues PHASE-Logo

Nach zehn Jahren fanden wir und PHASE Worldwide es an der Zeit, unser Erscheinungsbild ein wenig zu aktualisieren – das Ergebnis ist ein neues Logo, auch unser Facebook-Profil hat sich ein wenig verändert.
Zwar sind Auftritt und „Image“ keinesfalls der Schwerpunkt unserer Arbeit, dennoch freuen wir uns über unser neues Logo!
Wir danken PHASE Worldwide für die Organisation und Finanzierung der grafischen Entwicklung!
Das alte Logo im Vergleich zum neuen:

Projektförderung „Ernährungssicherheit für Mugu, Westnepal“ durch die Stadt Wien

Logo City of Vienna
Mit großer Freude dürfen wir bekanntgeben, dass auch dieses Jahr unser Antrag auf Projektförderung von der Stadt Wien – International genehmigt wurde.
PHASE wird im Sinne der Kapazitätsentwicklung 150 Bäuerinnen und Bauern in 2 Gemeinden in Mugu, einem der ärmsten Bezirke Nepals, durch Fortbildungen und materielle Unterstützung die Grundlagen dazu zu bieten, nicht nur für sich und ihre Familien Ernährungssicherheit zu erreichen, sondern sogar ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften und den Herausforderungen ihrer Situation (Klimawandel, strukturelle Armut, knappe Anbauflächen) zu begegnen. Ziel ist es, dadurch nicht nur die extreme Vulnerabilität der lokalen Bevölkerung zu vermindern (bis zu 90% der Haushalte erwirtschaften nicht ausreichend, um sich das ganze Jahr zu ernähren), sondern auch, die Resilienz insgesamt zu stärken. Das Projekt fügt sich in den Kontext eines bereits laufenden Projektes, das besonders auf medizinische Versorgung und Vorsorge fokussiert, und stellt dadurch einen zusätzlichen Baustein für eine umfassende Verbesserung der Situation der Menschen dar.
Wir danken herzlich bei der Stadt Wien, die dieses Projekt durch ihre Unterstützung ermöglicht!

Projektförderung durch NAK-Humanitas

Mit großer Freude können wir mitteilen, dass wir mit Unerstützung der Stiftung NAK-Humanitas ein Wiederaufbauprojekt in Hagam ermöglichen können. Die Outreach-Klinik in der Gemeinde, die den vom offiziellen Gesundheitsposten weiter entfernten Ortsteil mit ca. 3.000 Einwohner*innen versorgt, wurde im Erdbeben von 2015 völlig zerstört.
Der Behelfsbau ist in mehrfacher Hinsicht ungeeignet und prekär, zudem nicht erdbebensicher und liegt zu allem Überfluss in einer Erdrutschzone.
Weitere Informationen finden sich auf der Projektseite.

Zum zweiten Jahrestag des Erdbebens vom 25. April 2015


Der zweite Jahrestag des Erdbebens in Nepal. Unwillkürlich denkt man zurück an die erste Nachricht, daran, wie langsam klar wurde, wie schwer unsere Projektdörfer getroffen waren, an die Sorge um Freunde und PHASE-Mitarbeiterinnen, an die Erleichterung, als die Entwarnung kam – keine unserer Mitarbeiter_innen war getötet worden –, die hektische Aktivität der folgenden Tage und Wochen, den Schock des zweiten schweren Bebens am 12. Mai … Einen Eindruck bietet unser Erdbebentagebuch über die ersten drei Wochen nach dem Erdbeben. Die Bilanz der Beben ist bekannt: offiziell mehr als 8.790 Tote, etwa 22.500 Verletzte, insgesamt 8 Millionen Betroffene, ungefähr 800.000 zerstörte Häuser, zirka 7.000 Schulen völlig zerstört oder schwer beschädigt, Krankenhäuser, Gesundheitsposten, Kulturstätten, Straßen und Wege in den 14 Krisenbezirken – die Liste lässt sich beinahe unbegrenzt fortsetzen.
Für PHASE Austria war sofort klar, dass wir Gelder für Katastrophenhilfe und Wiederaufbau freigeben, und auch unsere Spendenaufrufe hatten einen für unsere kleine Organisation beachtlichen Erfolg: allein innerhalb der ersten Wochen nach dem ersten Erdbeben gingen zweckgewidmete Spenden in Höhe von 63.000 Euro ein, über das ganze Jahr waren es mehr als 100.000 Euro. Rasch überdeckten jedoch andere Nachrichten die Situation in Nepal; schon die Grenzblockade zu Indien, die im Winter 2015/16 die Arbeit aller Hilfsorganisationen beträchtlich erschwerte, wurde in europäischen Medien so gut wie nicht thematisiert.

Verteilung

Verteilung von Planen im Bezirk Kavre am 30.4.2015


In den letzten beiden Jahren haben wir regelmäßig von den Aktivitäten in Nepal berichtet: zuerst ging es um Katastrophenhilfe: Planen, Decken, Reis, Verbandsmaterial und Medikamente …, im Lauf der Monate dann immer mehr um die Bereitstellung von festeren Unterkünften für Monsun und Winter, und sehr bald auch darum, den Wiederaufbau einzuleiten. PHASE konzentriert sich dabei auf Schulen, Gesundheitsposten, Hygieneprojekte (Toilettenbau) und die Trinkwasserversorgung. In diesem Zusammenhang sind die unschätzbaren Beiträge etwa von Caritas (Österreich und Deutschland) und Diakonie Katastrophenhilfe Deutschland zu nennen, durch deren Unterstützung gerade in der ersten Zeit Vieles möglich war.
Die Erdbeben – im ersten Jahr (!) gab es beinahe tägliche Nachbeben, mehrere hundert über Richter 4.0, also sehr deutlich spürbar – und ihre Folgen prägen nach wie vor das Leben in Nepal, es wird noch Jahre brauchen, bis die Folgen behoben sind. Dennoch oder gerade deshalb blicken wir mit einem gewissen Stolz auf die letzten beiden Jahre zurück: PHASE Nepal ist es durch den enormen Einsatz der Mitarbeiter_innen gelungen, nicht nur in der ersten Zeit in unseren unmittelbaren Projektdörfern Hilfe zu leisten, sondern seine Aktivitäten mit Unterstützung diverser großer NGOs auszuweiten. Die Entwicklung des Personalstandes spricht eine deutliche Sprache: Vor dem Beben waren es ca. 75 Mitarbeiter_innen, heute sind es über 150! Diese Expansion war selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten für die Organisation verbunden, das Management-Team ist kaum gewachsen, obwohl die Zahl der Projekte und der Spenderorganisationen stark gestiegen ist. Durch sanfte Umstrukturierungen, vor allem aber durch den Einsatz aller Beteiligten, konnten diese Schwierigkeiten gemeistert werden.

Ein schwerer Schlag war für PHASE im vergangenen Jahr der Tod von Nisha Tamang, die bei einem Helikopterabsturz im August 2016 ums Leben kam, während sie eine Patientin ins Krankenhaus in Kathmandu begleitete. Nur wenige Wochen später starb eine ehemalige PHASE-Mitarbeiterin in einem Erdrutsch. Diese beiden jungen Frauen setzten sich unter schwierigsten Bedingungen für die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in entlegenen Dörfern in Nepal ein; beide hätten auch einen „bequemeren“ Job machen können.

PHASE Austria konnte zur Unterstützung der Erdbebenopfer nicht nur durch die sofortige Zusage von Mitteln beitragen, wir konnten auch den Wiederaufbau einer Schule in Hile (Rawadolu, Okhaldunga) sowie die Unterstützung einiger Schulen im Bezirk Okhaldunga ermöglichen. Neben dem Wiederaufbau gehen die Kernaktivitäten von PHASE unvermindert weiter: Bereitstellung von guter Gesundheitsversorgung und Bildungschancen sowie Armutsbekämpfung und Unterstützung zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge in entlegenen Dörfern Nepals.

Lehrerfortbildung

Lehrerfortbildung In Bajura


PHASE Austria hat in den vergangenen Jahren in einem der Hauptzielgebiete von PHASE Nepal ganz im Westen – das zwar von den Erdbeben nicht betroffen war, dennoch aber die ärmste und benachteiligtste Region von Nepal ist – Projekte zur Fortbildung von Lehrer_innen in Bajura, zum Schulzugang für benachteiligte Kinder in Humla und ein Mädchen-Empowerment-Projekt ebenfalls in Bajura finanziert (alle mit Unterstützung der Stadt Wien). Im Westen ist jetzt auch die ADA (Österreichische Entwicklungsagentur am Außenministerium) in Zusammenarbeit mit PHASE Nepal aktiv und fördert eine substantielle Intervention im Bezirk Mugu.

Eine vorläufige Bilanz dieser schwierigen und intensiven Jahre ist also vorsichtig positiv. Weitere Unterstützung ist zweifellos notwendig, sowohl für den Wiederaufbau als auch für die Kernprojekte – und dafür bitten wir weiterhin um Ihre Unterstützung!

Alles Gute im Neuen Jahr!

Im Namen des Vorstands von PHASE Austria und aller Mitarbeiter*innen von PHASE Nepal wünschen wir ein gutes, aktives und positives Jahr 2017! Für unsere Arbeit hoffen wir weiterhin auf Ihre/deine Unterstützung, denn nur gemeinsam können wir die Chancen benachteiligter Menschen in entlegenen Dörfern in Nepal verbessern und ihnen durch bessere Gesundheit, Bildung und Einkommensmöglichkeiten die Möglichkeit geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
In diesem Sinne: auf eine gute Zusammenarbeit 2017!

Team Building Bajura

Team-Building-Spiel beim Empowerment für Mädchen in Bajura (Wai)

Dezember-Newsletter

Aufgrund von Zugangsschwierigkeiten erst jetzt die Ankündigung des Dezember-Newsletters – gerade noch rechtzeitig im alten Jahr …

Theateraufführung zugunsten von PHASE Austria

Wir freuen uns ebenfalls sehr, wieder ein Theaterstück ankündigen zu dürfen, bei dem die Hälfte des Gewinns unseren Projekten zugute kommt:

Gegeben wird am 22. Oktober 2016 Fritz Hochwälders „Das Heilige Experiment“ über das Scheitern des Jesuitenstaats in Paraguay.

Samstag, 22. Oktober 2016
18 Uhr
St. Josef am Wolfersberg, 1140 Wien, Anzbachgasse 89
Kartenbestellung:
phaseaustria(at)gmx.at